Rezension: Das kleine Buch von der Seele von Achim Haug
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Hallo meine Lieben,
heute möchte ich euch "Das kleine Buch von der Seele" von Achim Haug vorstellen.
Preislich liegt es bei 16€.
Klappentext (Quelle: NetGalley.de):
"Großartige Einblicke in ein unsichtbares Organ." Florian Blaschke, prisma
Was ist die «Seele»? Einfach nur ein altertümliches Wort für unser Gehirn oder doch mehr, so etwas wie das Wesen des Menschen? Und was geschieht, wenn sie aus dem Gleichgewicht gerät?
Ein Buch für alle, die ihre Seele weder den Priestern noch den Hirnforschern überlassen wollen. Mit leichter Hand geschrieben von einem Experten für die Seele."
Als ich „Das kleine Buch von der Seele“ von Achim Haug angefangen habe, war ich sofort neugierig: Schon der Titel klingt nach einem ruhigen, nachdenklichen Zugang zu einem großen Thema. Und genau das habe ich auch teilweise bekommen - nur eben anders, als ich es erwartet hatte.
Was ich wirklich spannend fand, war die Art, wie Haug schreibt: verständlich, nahbar und so, dass man auch ohne Vorwissen gut mitkommt. Ich hatte oft das Gefühl, dass er Dinge in Worte fasst, die man irgendwie kennt, aber selten klar benennen kann. Einige Passagen haben mich richtig zum Nachdenken gebracht, weil sie alltägliche Gefühle und innere Reaktionen ernst nehmen und nicht einfach abtun.
Gleichzeitig hat mich etwas gestört: Für meinen Geschmack war das Buch sehr stark auf Erkrankungen und therapeutische Zusammenhänge ausgerichtet. Ich hatte mir mehr Fokus auf die „Seele“ im Sinne von innerem Erleben, Sinnfragen oder einer breiteren, vielleicht auch philosophischeren Perspektive erhofft. Stattdessen ging es häufig um Symptome, Belastungen, psychische Probleme und deren Einordnung. Das ist grundsätzlich wichtig und auch interessant - aber manchmal fühlte es sich an, als würde das Thema „Seele“ vor allem über Krankheit erklärt werden, nicht über das, was uns als Menschen innerlich ausmacht, auch jenseits von Diagnosen.
Trotzdem würde ich das Buch nicht schlecht bewerten. Im Gegenteil: Gerade weil es so zugänglich geschrieben ist, kann es vielen Menschen helfen, sich selbst besser zu verstehen oder mit eigenen schwierigen Phasen anders umzugehen. Ich würde es vor allem denen empfehlen, die einen psychologisch geprägten Zugang suchen und sich für den Zusammenhang zwischen Innenleben und mentaler Gesundheit interessieren.
Unterm Strich bleibt für mich: super interessant und gut gemacht - nur eben weniger ein Buch „über die Seele“ im romantischen oder spirituellen Sinne, als ich es mir vorgestellt hatte, und deutlich mehr ein Buch, das die Seele stark durch die Brille von Erkrankungen betrachtet.
Kennt ihr das Buch?
Liebste Grüße
eure Nadine
eure Nadine
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